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Cho Oyu

Der Cho Oyu - das Ziel unserer Expedition - ist der westliche Eckpfeiler des Khumbuhimal im Himalaya-Hauptkamm, Grenzberg zwischen Tibet und dem Königreich Nepal. Der Name "Cho Oyu "bedeutet übersetzt soviel wie "Göttin des Turkis". Die Höhe des Gipfelplateaus wird mit 8201m angegeben. Wer einmal die fast 3000 Meter hohe, beinahe senkrechte Südwand zu Gesicht bekommen hat, dem ist sogleich klar warum einst die Sherpas dem Berg diesen Namen gaben. Vom Talboden bis zum Gipfelplateau hinauf eine einzige Wand aus Eis und Schnee. Aus Tingri von Richtung Norden kommend, bekommt man einen Blick auf riesige Eis- und Felsmassen.

Die Ersteigungsgeschichte des Cho Oyu begann erst im Jahre 1952 mit ersten Erkundungen durch eine Mannschaft um Edmund Hillary (Erstbesteiger des Mount Everest) während 1950 der Annapurna bereits von einer französischen Expedition als erster Achttausender der Geschichte bestiegen werden konnte. Zu diesem Zeitpunkt hatten am Mount Everest oder Nanga Parbat schon zahlreiche Unternehmungen stattgefunden, denen ein Gipfelerfolg allerdings bis dato versagt geblieben war.
Als es 1954 einer österreichischen Kleinexpedition unter Herbert Tichy die spektakuläre Erstbesteigung ohne Sauerstoff, über die Nordwestseite gelingt wurde ein neues Stück Alpingeschichte geschrieben.
1958 kam es während der zweiten Beteigung durch eine indische Expedition zum ersten Todesfall. Den österreichischen Alpinisten Koblmüller und Furtner gelingt 1978 eine aufsehenerregende Durchsteigung der extrem schwierigen und gefährlichen Südostwand. Im Jahre 1983 gelingt Reinhold Messner die vierte nachgewiesene Besteigung.
Da der Cho Oyu neben dem Shisha Pagma zu den "leichten" Achttausendern zählt sind in den nachfolgenden Jahren regelmäßig Expeditionen aus aller Herren Länder am Cho Oyu unterwegs. Trotz moderner Ausrüstung und immer besseren Kenntissen über das Bergsteigen in extremen Höhen sind nicht alle Expeditionen erfolgreich.

Wenn wir im Frühjahr 2001 in Richtung Gipfel aufbrechen werden, sind wir auf der Route der Erstbesteiger an der Nordwestflanke unterwegs. Hauptanliegen unserer Expedition ist, daß alle Teilnehmer ein unvergeßliches Bergerlebnis gesund und wohlbehalten mit nach Hause nehmen.

Kartenausschnitt Asien

Kartenausschnitt Ost-Nepal

Cho Oyu

Die Route

Zuerst wird mit Hilfe von Yaks das Basislager beim "Tichycamp" auf etwa 5650 m wenig nördlich des Nangpa La 5716 m, errichtet. Die Etappe zum Lager 1 auf ca. 6200 m ist reines Gehgelände über den Gyabrag-Gletscher bis direkt an den Fuß der Cho Oyu-Nordwestflanke und über einen mühsamen 300 m hohen Geröllhang dem "Killerhang", zum Beginn des Schneegrates. Die Etappe zum Lager 2 auf ca. 6800 m setzt sich mit dem eleganten Schneegrat fort, der in einen 50 m hohen steilen Eisaufschwung mündet. Direkt darüber wird das Lager 2 errichtet. Alle ausgesetzten Passagen werden eventuell mit Fixseilen entschärft sein. Der Weg nach Lager 3 auf 7400 führt zuerst durch die untere Gletschermulde der NW-Flanke, danach über einen steileren Schneehang zur Gletscherterrasse von Lager 3, dem Ausgangspunkt für den Gipfel. Beim Gipfelanstieg gilt es als erstes, den Durchschlupf des "Gelben Bandes" auf ca. 7500 m zu flnden. Danach wird der höchste Punkt über ca. 35 Grad steites kombiniertes Gelände mit kleinen Felsstufen erreicht.

Taktik am Berg

Einmal im Basislager angekommen, nach 1 bis 2 Erholungstagen beginnen wir mit dem Aufbau der Lagerkette. Materialtransport nach C1 auf 6400 m und sofortiger Abstieg.
Nochmaliger Aufstieg Nach C1 und Übernachtung, am nächsten Tag Abstieg ins ABC.
Ein Ruhetag.
Aufstieg nach C1, Übernachtung, Aufstieg nach C2 7050 m, Übernachtung und Abstieg ins ABC.
Ein bis 2 Ruhetage.
Aufstieg nach C1, Übernachtung, Aufstieg nach C2 7050 m, Übernachtung, Aufstieg nach C3 7400 m, Abstieg nach C2 oder C1 bzw. Übernachtung.
Abstieg bis zum ABC.
Ein bis 2 Ruhetage.
Aufstieg über C1, C2 und C3 in vier Tagen zum Gipfel.

Alles ist natürlich Wetterabhängig und von dem funktionierendem Teamgeist beim Aufbau der Lagerkette.


Für mehr Informationen lesen Sie hier die Chronologische Erschließungsgeschichte.

 

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