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Maxim
im Basislager
Foto:Alpin Club Sachsen
Anhalt |
10.
Tag: Mittwoch, 25. April 2001
Tag 10 = Ruhetag
Der
erste volle Tag im Basislager. Er begrüßt uns
nach Sonnenaufgang mit freundlichen Temperaturen um den
Gefrierpunkt, nachdem es in der Nacht doch bitter kalt war.
Zum Frühstück ist auch der Blick frei zum Cho
Oyu - kein schlechtes Panorama. Heute sollen eventuell als
Zweitlieferung noch einmal zehn Yaks mit den restlichen
Tonnen kommen. Im günstigsten Fall sind sie am frühen
Nachmittag hier, dann könnten wir gleich noch die Tonnen
mit der Hochlagerausrüstung an den Fuß des Killerhangs
schaffen, dort beginnt der eigentliche Aufstieg auf den
Berg. Den liebevollen und doch sehr
zutreffenden Namen hat er erhalten, weil es sich dabei um
eine gute 300
Meter hohe steile Geröllhalde handelt äußerst
kraftraubend. Aber bis auf
den immer gutgelaunten Gunther wünschen sich alle anderen
die Ankunft erst
für Morgen, dann ist der Tag wirklich zum Ausspannen
nach den doch sehr
anstrengenden beiden Aufstiegstagen.
Unser Arzt Thilo Marschke hat sich in den letzten Tagen
wirklich gut um uns
gekümmert: Aspirin-Tabletten gegen die Kopfschmerzen
und für flüssigeres
Blut, Schleimlöser und Schlaftabletten. Bisher sind
keine ernsthaften
Probleme erkennbar, auch wenn einige am Morgen etwas verschwollene
Gesichter
haben und einzelne über Schlaflosigkeit klagen. Thilo
hat zusätzlich zweimal
täglich Herzfrequenz und die Sauerstoffsättigung
des Blutes bei jedem
gemessen. Keine alarmierenden Signale, wenn man auch konstatieren
muß, dass
der Akklimatisierungszustand der Teilnehmer recht unterschiedlich
ist. Aber
heute ist Ruhetag, und da kommt das gegen Mittag aufkommende
Schneetreiben
gerade recht. Ruhe ist heute die erste Bergsteigerpflicht.
Zum Glück kommen
bis zum Hereinbrechen der Dunkelheit auch die restlichen
Tonnen nicht, so
dass wir wirklich auf Ruhepause schalten können.
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