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Seraks
im Gyabrag Gletscher
Foto:Alpin Club Sachsen
Anhalt |
12.
Tag: Freitag, 27. April 2001
Ohne Träger an den Berg!
Nachdem
gestern die ersten drei Leute vom Basecamp (5500m) aufgebrochen
sind, um das Depot am Fuß des Killerhangs anzulegen
und danach zum Lager 1 hinauf zu steigen, folgen heute in
zwei Etappen fünf weitere Bergsteiger von uns nach.
Über den endlos scheinenden Gyabrag-Gletscher müssen
etwa sechs Kilometer Distanz und gut 300 Meter Höhe
bis zum Depot bewältigt werden. Sie werden im Depot
übernachten (5850 m) und morgen den anderen ins Lager
1 folgen. Schon kurz nach Verlassen unseres ˆ separat liegenden
- Basecamps durchquert man dabei das große Basislager,
in dem sich die meisten Expeditionen niedergelassen haben.
Es ist sehr dicht besiedelt und das hat Folgen: der Boden
ist fast flächendeckend mit Yakkot bedeckt und auch
sonst steht Sauberkeit offenbar nicht auf der Prioritätenliste
ˆ nur gut, das wir einen Platz abseits gefunden haben.
Das Depot erweist sich als Glücksgriff: da wir die
einzige Expedition ohne
zusätzliche Hochträger zu sein scheinen, müssten
wir die Ausrütung nicht nur
wie geplant den Killerhang hinauf sondern auch einzeln bis
hin schaffen.
Eine sehr zeit- und kraftaufwendige Aktion. Unsere gestrige
Verhandlung mit
den Tibetis über einen Weitertransport der Tonnen bis
zum Hang beruhte
unsererseits offenbar auf einer gewissen Naivität ˆ
aber es hat geholfen.
Denn wir scheinen die erste Expedition überhaupt zu
sein, die per Yak
Material über den Gletscher bis an den Hang transportiert.
Gunther und Mario
berichten später von den Auseinandersetzungen während
des Transports ˆ mehr
als einmal wollen die Tibetis alles stehen und liegen lassen.
Am Ende
schaffen die Jungs es die letzten steilen Meter zusammen
mit den tibetischen
Treibern zu Fuß ˆ dann steht das Depot und damit eine
sichere zusätzliche
Übernachtungsmöglichkeit unterhalb des Lager 1.
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