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Nangpai
GosumW-vom Killerhang
Foto:Alpin Club Sachsen
Anhalt |
16.
Tag: Dienstag, 01. Mai 2001
Erneuter Aufstieg
zu Lager 1
Heute
bricht der neue Monat an und wir schreiben den 16. Tag der
Expedition. An diesem 1. Mai, dem Tag der Arbeit, sind die
äußeren Bedingungen allerdings alles andere als
optimal. Nach einer knochenkalten Nacht mit Temperaturen
unter 10 Grad minus versammeln sich alle trotzdem guten
Muts im Frühstückszelt. Alle wirken ausgeruht
und bis auf vereinzelte Probleme mit Darm und den Atemwegen
geht es den einzelnen recht gut. Trotz der schon bald aufziehenden
Wolken und der damit verbundenen schlechten Sicht gehen
im Abstand von nicht einmal einer Stunde zwei Gruppen los.
Ziel: erneut Material auf den Berg zu schaffen. Die erste
will heute noch aufsteigen, um morgen das zweite Hochlager
in gut 6800 Meter zu errichten. Die andere Gruppe wird zunächst
im Depot am Fuß des Berges übernachten und am
Mittwochfrüh zum Hochlager aufsteigen. Allerdings haben
auch vier Teilnehmer ihren Start auf morgen verschoben,
um besseres Wetter abzuwarten. Die Wetterprognosen für
die nächsten Tage sind indes nicht so gut, die per
e-mail übermittelte Großwetterlage meldet vermehrte
Feuchtigkeit und das direkt am Berg zu beobachtende Wolkenbild
mit zwei getrennten Schichten in großer Höhe
lässt ebenfalls keine positiven Rückschlüsse
zu. Mario Bornschein, der bereits eine Achttausender-Expedition
hinter sich hat, und sich trotz alledem für den Marsch
fertigmacht, kennt die Wolkenformationen:Meist schließt
sich daran eine Schlechtwetterfront an. Es gibt allerdings
noch eine andere Bergsteigerweisheit, die hier anwendbar
wäre: Gehe bei schlechtem Wetter soweit, damit du da
bist, wenn das gute Wetter beginnt. Humor muß man
manchmal eben auch haben, um sich zu motivieren.
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