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Depot
auf 6400 Meter
Foto:Alpin Club Sachsen
Anhalt |
18.
Tag: Donnerstag, 03. Mai 2001
Der Gipfel rückt näher!
Hochbetrieb
war heute am "Sachsen Anhaltinischen Achttausender.
Trotz fast ganztägig bewölktem Himmel, Schnee-
und Graupelschauern rückten die Bergsteiger ein weiteres
Stück Richtung Gipfel vor. Tilo und Ebi versetzen das
gestern eingerichtete Biwaklager noch einmal um gut 250
Meter. Am Nachmittag stoßen Gunter und Ingo hinzu.
Alle sind nach der anstrengenden Tour durch den Eisbruch
platt und verbringen die Nacht im Lager zwei. Auch das erste
Höhenlager auf dem Grat über dem Killerhang ist
voll belegt und beim abendlichen Funkkontakt geht es allen
dem Vernehmen nach gut. Zu den Aufstiegen gesellt sich in
diesen Tagen viele taktische Diskussionen. Wird noch ein
weiteres Camp in etwa 7400 Metern Höhe errichtet oder
versuchen es die Alpinisten vom Camp 2 in etwa 7000 Metern
Höhe? Für den ersten von beiden Fällen spricht
der "kurze Weg zum Gipfel und wieder zurück,
denn in solche Höhen bedeutet jeder Schritt nach oben
eine kaum vorstellbare Anstrengung. Nicht wenige Alpinisten
beschreiben diese Erfahrung als ein "durch Honig laufen.
Die Erfahrungen der letzten Tage sprechen allerdings eher
für die zweite Variante, denn bei den Stürmen
der letzten beiden Wochen hat sich kein einziges Zelt in
Lager drei halten können ˆ sie alle wurden vom Eiswind
zerfetzt. Eine andere Diskussion ist die um Schwierigkeit
des Cho Oyu insgesamt. "Wenn ich an das Gequatsche
anderer im Vorfeld denke, vom "Leichten Gehberg
bis zum "Touri-Achttausender war alles dabei,
denke ich, diese Aussagen sind voll daneben fasst
Gunter Franze die Meinung derjenigen, die am Lager zwei
waren, zusammen: der Weg durch den Eisbruch ist voller technischer
Schwierigkeiten und ist viel anstrengender als vermutet.
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