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Abwaschen
im Basislager
Foto:Alpin Club Sachsen
Anhalt |
20.
Tag: Samstag, 05. Mai 2001
Himalaya á la carte
Unser
tägliches Essen im Basislager Fünf Wochen in der
Schnee- und Eiswüste des Himalaya zu leben, bedeutet
vor allem gut zu essen. Wir haben aus Kathmandu eine dreiköpfige
nepalesische Lagercrew dabei, die wirklich zu kochen versteht.
Sie bereiten für uns täglich drei Mahlzeiten zu,
die unser Sirdar Krishna mit der melodiösen Kraft seiner
Stimme, die quer über das Basecamp schalt, einleitet:
"Dinner ready! oder wahlweise auch "breakfast
ready! Zu den wichtigen Aufgaben der Küchencrew gehört
das tägliche Aufbereiten von literweise heißes
Wasser, das zu Tee, Mineraldrinks, Kaffee und ähnlichem
verarbeitet wird, um die erforderlichen ca. vier Liter Flüssigkeit
pro Person und Tag zu trinken. Bei der Auswahl des Essens
sind enge Grenzen bei den Zutaten gesetzt, aber mit einem
nicht enden wollenden Einfallsreichtum sorgen die drei dafür,
das täglich etwas anderes auf den Tisch kommt. Morgens
beginnt es meist mit einer Art Mehlkuchen, walweisew auch
Toastbrot mit Nudossi, mittags gibt es meist Kohl mit Nudeln
oder Reis und das Abendessen beginnt an jedem Tag mit einer
Suppe. Danach folgen drei Töpfe, mal mit Gemüse
oder Käse-Sandwiches, oder Spaghetti Bolognese, an
ganz ausgewählten Tagen gibt esYakfleisch, gebraten
oder gekocht, von dem Krishna in Tingri eine etwa 20 Kilo
schwere ganze Hinterkeule erstanden hat. Und weil kleine
Leckereien die Moral heben, gibt es zum Nachtisch meist
Obstkompott oder heiße Mixgetränke aus der Tüte
ˆ allen voran Pina Colada oder Lumumba. Ganz anders geht
es da schon in den Hochlagern zu. Dort mampft jeder der
Einfachheit halber morgens ein paar Energieriegel oder wenn
es komfortabler zugeht Kartoffelbrei. Abends gibt es schockgetrocknete
Fertignahrung aus der Tüte, deren Variationen sich
allerdings auch nicht so übel lesen: Kartoffelsuppe
mit Speck, Indon. Bihunsuppe, Beef Stroganoff, Spaghetti
Carbonara, Pilzeintopf. Auch hier heben kleine Leckereien
die Moral: Mousse au Chocolat oder getrocknete süße
Bananenscheiben aus ebendiesen Folientüten.
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