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Ingo
Uhlig - Pause im Schnee
Foto:Alpin Club Sachsen
Anhalt |
24.
Tag: Mittwoch, 09. Mai 2001
Vom Winde verweht
In
den Morgenstunden des Mittwoch sollte es passieren zwei
Bergsteiger unserer Sachsen Anhaltinischen Expedition waren
auf dem Weg zum Gipfel. Aber am Ende wurde alles vom Winde
verweht. Starker Sturm und ebensolcher Schneefall sorgten
für denkbar schlechte Sichtbedingungen in der Nacht.
Als es im Laufe des Vormittags dann doch aufklarte, war
es für einen Marsch zum Gipfel schon zu spät.
Die Gefahr auf dem Rückweg, dann ohnehin schon in erschöpften
Zustand in die Dunkelheit und die Kälte zu geraten,
waren zu groß. Also haben die beiden beschlossen,
einen weiteren Tag im Camp 3 auf 7500 Metern Höhe zu
verbringen. Für Uwe Lindenau ist es der höchstgelegene
Platz für eine Geburtstagsfeier in seinem Leben. Platz
für einen Geburtstagskuchen war da natürlich nicht
mehr, eher schon die leise Enttäuschung über die
verpasste Gipfelchance. Aus dem Basislager gab es per Funk
ein Geburtstagsständchen und anschließend alle
Wünsche für gutes Wetter am Donnerstagmorgen.
Dann, in den ersten Stunden nach Mitternacht wollen sie
es erneut versuchen. Unterstützung bekommen sie dabei
von zwei weiteren Bergsteigern, die heute vom Lager zwei
zum dritten Höhenlager aufgestiegen sind. Nach unseren
Informationen geht es anderen Alpinisten noch viel schlechter.
Eine kommerziell organisierte amerikanische Expedition zog
heute nach vier Wochen am Berg von dannen. Trotz Unterstützung
durch Hochträger und Sauerstoff gelang es keinem Mitglied
dieser Expedition, auf den Gipfel zu gelangen. Für
unsere Sachsen Anhaltiner bleiben dagegen noch etwa elf
Tage bis zur Abreise. Eine heute aufgrund der aktuellen
Situation bei den Leuten von Amical-Expedition eingeholte
tagesgenaue Wettervorhersage für morgen sagt leichte
Verbesserungen voraus. Alle sitzen also in ihren Zelten
und hoffen...
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