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26.
Tag: Freitag, 11. Mai 2001
Schnee, Schnee, Schnee!
Die
ganze Nacht über tobt ein Schneesturm über dem
Gyabrag-Gletscher, heult böse um die Zelte des Basislagers.
An Schlaf ist nur in Stundenabständen zu denken und
der feine weiße Staub sammelt sich halbmeterhoch in
den Vorzelten. Am frühen Morgen, gegen 7 Uhr, steht
urplötzlich Uwe Lindenau, der erste der vier Gipfelstürmer,
wieder im Basislager. Seinen gestrigen Rückmarsch (seinen
Daunenschlafsack hatte er aus Gewichtsgründen in Lager
drei zurückgelassen) mußte er aufgrund der schlechten
Wetterbedingungen und der einbrechenden Dunkelheit auf dem
Gletscher unterbrechen um in einem Biwaksack notdürftig
zu übernachten. An Schlaf ist für ihn in dieser
Nacht ebenfalls nicht zudenken und so ist Uwe bereits kurz
nach Anbruch des Tages wieder unterwegs und weit vor dem
Frühstück wieder im Basislager. Ihm geht es gut
und im Laufe es Freitag erreichen auch die drei anderen
Mitglieder der ersten Gipfelgruppe wieder wohlbehalten,
aber erschöpft das Basislager in 5700 Metern Höhe.
Jetzt ist endlich Zeit für Uwes (9.5.) und Holgers
(8.5.) Geburtstagskuchen und unser Sirdar Krishna läßt
mit seinem Schokoladenkuchen an diesem Abend keine Wünsche
offen. Alle denken jetzt an die kurze noch verbleibende
Zeit und die Chancen auf den Gipfel. Die aktualisierten
Wettervorhersagen aus dem Zelt der Amical-Expedition lassen
allerdings keine Euphorieaufkommen ˆ ab 14. soll sich das
Wetter noch einmal verschlechtern. Trotzdem will am Samstag
eine neue vierköpfige Gruppe aufbrechen, um das große
Ziel Gipfelzu erreichen.
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