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Foto:Alpin Club Sachsen Anhalt

33. Tag: Freitag, 18. Mai 2001

Erfolg in letzter Minute

Es war das letzte Team unserer Expedition am Berg, der letzte Gipfeltag und das Wetter spielte mit. Um 13:15 nepalesischer Zeit, erreichten Uwe Lindenau (31) alias Mister Moräne und Eberhard Mach (18) alias Schwester Ebi, den Gipfel des mit 8201 Metern sechsthoechsten Berges der Erde, den Cho Oyu. Ohne die Hilfe von Sherpas und ohne Sauerstoff starteten sie heute Nacht zu dritt in Richtung Gipfel. Zwei Tage nachdem sie einen Gleitschirmflieger auf 7000 Metern Hoehe nach einem Unfall das Leben retteten. Zwischen vier und fünf Uhr begannen Sie von Lager 3 aus, 7400 Meter, kurz nach Dämmerungsbeginn den Gipfelanstieg. Gegen 10:30 Uhr musste Tilo Marschke alias Dr. Basecamp seinen Vorstoß auf ca. 7600 Metern abbrechen und absteigen. Er kehrte zu Lager 3 zurück und erwartete seine Mitstreiter um Sie mit heißen Getränken nach dem Gipfelsieg zu verwöhnen. Um 19:00 Uhr erreichten sie gesund, nachdem noch das Lager 3 abgebaut wurde, das Lager 2. Der letzte Funkspruch des Tages: ŽWir sind jetzt auf Lager 2, müde, aber glücklich. Melden uns morgen wieder. Stellt Sekt kalt!!!„ Eberhard Mach ist mit 18 Jahren höchstwahrscheinlich einer der jüngsten deutschen 8000er Bezwinger. Nach zweiundzwanzig erfolglosen Tagen am Fuße des Berges, im Basislager auf 5700 Metern, konnte in letzter Minute nun doch noch der Erhoffte Gipfelerfolg eintreten. Das seit zweieinhalb Jahren vorbereitete Projekt fand somit am letztmöglichen Gipfeltag seinen erfolgreichen Abschluss. Seit Mitte April diesen Jahres erreichten, unsere Bergsteiger mit eingerechnet, erst 13 Alpinisten von ueber 130, verteilt auf mehr als 13 Expeditionen, den Gipfel. Somit waren nur fünf Expeditionen erfolgreich. Drei Schweizer, drei Spanier, ein Deutscher sowie 4 Amerikaner (diese mit Sauerstoff) konnten den höchsten Punkt des Gipfels erreichen. Bis auf unser Team agierten alle erfolgreichen Expeditionen mit Sherpas am Berg. Die Quote von eins zu zehn ist auf die in diesem Jahr besonderst schlechten Witterungsverhaeltnisse am Berg zurueckzufuehren. Samstagabend werden die beiden Gipfelstuermer im Basislager zurueckerwartet. Dann wird es einen Abend vor verlassen des Basislagers noch eine kleine Feier für die ŽBezwinger„ geben. Am heutigen Samstag Vormittag flog Mario Bornschein alias ŽDas gemeine Zwergbornschein„ als erster in dieser Saison mit einem Gleitschirm vom Cho Oyu. Nachdem er um 9:00 Uhr aus seiner Höhle gekrochen war, stieg er bis 6600 Metern auf und flog ca. 15 Minuten in Richtung Pass um auf dem verschneiten Gletscher zu landen. Vor ihm hatten es schon zwei Gleitschirmlehrer erfolglos versucht, bei dem einer von ihnen beinahe um Leben kam.


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